Refraktometer |
Zur Emulsionskontrolle von Kühlschmierstoffen, speziell von Bohr- und Schleifemulsionen. Ablesewerte: 0 - 15 und 0 - 32, lieferbar andere Werte auf Anfrage |
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Es ist eine bekannte Tatsache, daß Bohröl-Emulsionen während des Betriebes im Laufe der Zeit am eigentlichen Bohrölgehalt ärmer werden. Dies hat seinen Grund darin, daß das Bohröl viel spänefreundlicher ist als das Wasser, worin es emulgiert ist. Wenn daher die Späne aus der Maschine entfernt werden, nimmt man immer mehr Bohröl mit heraus als Wasser. Desgleichen bleibt auch auf den Werkstücken anteilmäßig mehr Bohröl zurück als Wasser. Bei den Werkstücken hat dies die angenehme Eigenschaft, daß die Rostbildung mit Sicherheit bei genügender Konzentration der Emulsion vermieden wird. Auf der anderen Seite ergibt sich aber der große Nachteil, daß die eigentliche Arbeitsflüssigkeit immer ärmer an Bohrölgehalt wird und daher nicht nur die Schneidleistung der Werkzeuge zurückgeht, sondern auch ein Rosten der Werkstücke und Späne eintritt.
Bisher gab es kein einfaches, im Betrieb brauchbares Mittel, um die Verringerung der Konzentration einer Bohröl-Emulsion schnell und sicher zu ermitteln. In den meisten Fällen wurde die Verringerung der Konzentration erst offensichtlich, wenn Maschine und Werkstücke anfingen zu rosten. Da die Ursache in den meisten Fällen nicht bekannt war, schob man sehr oft die Schuld auf das Bohröl. Wir haben nunmehr eine einfache Methode ersonnen, um den Bohrölgehalt einer Emulsion ständig zu prüfen.

Die Anwendung des Verfahrens im laufenden Betrieb läßt
sich so durchführen, daß der Vorarbeiter oder Meister
nach einem bestimmten Plan etwa alle 2 Tage, entweder aus dem
Zentral-Behälter oder aus den einzelnen Maschinen Proben
entnimmt und die Bestimmung sofort an Ort und Stelle durchführt.
Zum allerwenigsten muß diese Probe in den letzten Tagen
der Woche durchgeführt werden, wenn Zentral-Behälter
oder Maschinen am Montag neu befüllt werden. Sollte die Kontrolle
ergeben, daß die Konzentrationen geringer geworden sind,
so ist der fehlende Bohrölgehalt aufzufüllen. Es empfiehlt
sich jedoch nicht, das pure Bohröl in den Zentral-Behälter
oder die Behälter der Maschinen unvermischt einzufüllen.
Man setzt zweckmäßigerweise vorher eine stärker
angereicherte Stammemulsion an und gießt diese Flüssigkeit
nach. Auf diese Weise erreicht man eine gute Emulgierung, die
bei unvermischten Zusetzen des puren Bohröles nicht gewährleistet
ist.